Krass, mehr ist mir im ersten Moment nicht eingefallen. Keine Worte. Warum erst jetzt? Der?? Ich will jetzt nicht zynisch werden, aber sagt mal im Ernst, wie sollen wir noch die ganzen Lügengeschichten der Generation unserer/meiner Großeltern glauben, wenn doch statt dem versteckten Juden im Keller nach genug Jahren garantiert die SS-Uniform oder die NSDAP-Parteikarte auftaucht. Beides durch und durch mit Schmutz und Blut besudelt. Wie sollen wir diesen Menschen noch glauben?!?

Zitat aus Zeit Online:
Literaturnobelpreisträger Günter Grass („Die Blechtrommel“) war im Zweiten Weltkrieg Mitglied der Waffen-SS.[..]
Er habe sich freiwillig gemeldet, aber nicht zur Waffen-SS, sondern zu den U-Booten, „was genauso verrückt war“. „Aber die nahmen niemanden mehr.[..]
Für ihn, da sei er seiner Erinnerung sicher, „war die Waffen-SS zuerst einmal nichts Abschreckendes, sondern eine Elite-Einheit, die immer dort eingesetzt wurde, wo es brenzlig war“

DIe Waffen-SS nur so alls die Besten der Wehrmacht, die ganz sauberen Soldaten? Hat der einen an der Waffel? Waren das nicht viel mehr die, die halb Polen niedergebrannt haben, die Konzentrationslager, auch Auschwitz „betreut“ haben? Ja Elite ist schon richtig, die Elite der größten Verbrecher der Menscheit, also die Eliteverbrecher der Menschheit.
Um meine Aussagen zu untermauern, habe ich bei Wikipedia nachgelesen unter Waffen-SS, da steht, nur ein Satz:
Die Waffen-SS war führend an einer Vielzahl von kriegsverbrecherischen Einsätzen im Vernichtungskrieg der Nationalsozialisten beteiligt. Als verbrecherische Organisation gilt sie besonders wegen ihrer aktiven Rolle beim Holocaust.

Apell an die noblen Schweden denkt mal nach ob ihr nicht da was zurückbeordern solltet! Das wäre mal eine Nobele Geste!

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11. August 2006

Kommentare

Was Du sagst er scheint mir sehr unsachlich, erstens war er zu dem Zeitpunkt quasi noch ein Kind, vielmehr ist aber die Frage, wie man damals schon über die Kriegsverbrechen antizipieren hätte man können, man kann dergleichen eben nicht. Aber viel wichtiger erschint mir der Punkt, dass es nicht DIE Waffen-SS gab. Es ist richtig, dass die Waffen-SS im umfeld vieler Kriegsverbrechen eine Rolle spielt, aber bei weitem nicht jede Einheit der Waffen-SS. Grass war in einer reinen Kampfeinheit, die nicht mit Kriegsverbrechen in Verbindung gebracht wird.

Ich finde es relativ egal, wo er war. Ich finde es eher bezeichnend, dass er erst jetzt mit dieser Tatsache rausrückt, wenn ich das richtig verstanden habe. Sehr feige für einen Menschen, der so in der Öffentlichkeit steht. Etwas so lange zu verheimlichen hat unweigerlich zur Folge, dass der Geschichte mehr Schwere und negativer Beigeschmack verliehen wird.

Aber ich rege mich nicht groß drüber auf, was hauptsächlich damit zu tun hat, dass ich Grass auf den Tod nicht ausstehen kann. Bei seiner Literatur rollen sich mir die Zehennägel auf. Das war schon immer so.

@Chris
Ich sage nirgends im Text, dass Grass direkt oder seine Truppe indirekt an Kriegsverbrechen beteiligt war, sondern gehe lediglich auf seine unqualifizierten Aussage ein, in der DIE Waffen-SS lediglich als Elitetruppe dargestellt wird.
Ich will ihm auch keine Schuld irgendeiner Art zuschieben, weil er eben noch ein Kind war, aber als Erwachsener hatte er wohl gute Gründe es sein Leben lang zu verschweigen. Was mich daran so aufregt, ist die Tatsache, dass Herr Grass an allen und jedem Rumlamentiert hat, als der Mann mit der weißesten Weste und dann nach zich Jahren mit sowas rumkommt.
Das regt mich auf.

Nun, Grass weiß schon, dass die Waffen-SS mehr war als eine Elitetruppe, damals allerdings, und darum geht es, sah er als Kind die Waffen-SS lediglich als Elitetruppe. Eine fatale Fehleinschätzung eines jugendlichen, wie er nach dem Krieg sehen musste – da seine Division nicht in Kriegsverbrechen verwickelt war, hat sich das nur schwerlich während des Krieges ihm zeigen können.
Er war nie der Mann mit der weißesten Weste, Grass geht sehr offen damit um, bis zum Ende des Krieges an den Endsieg der deutschen Armee geglaubt zu haben.
Die Gründe des verschweigens können vielfältg sein, Scham und Angst zum beispiel, auch wenn es nicht um Kriegsverbrechen geht, sie schwingen immer mit, wenn der Name genannt wird, eben DIE Waffen-SS.

@Chris
Die weiße Weste ist doch genau dadurch entstanden, komm PR kann der mann auch, warum nennt ihn Spiegel Online denn die linke „moralische Instanz“? Ich will hier nicht Grass demontieren, wäre auch ein lächerlicher Versuch, aber ich will schon darauf hinweisen, das ich die Art und Weise einfach ganz und gar aufregenswert finde.
So eine Information, direkt vor der Veröffentlichung der Biografie, das riecht nach Geld und nicht nach Gewissen.
So, aber klar wirklich wissen kann ich es nicht.

Ja, zugegeben, dass ist ein Gedanke der mir auch kam. Andererseits ist verständlich, dass, wenn er in seiner Biographie hier reinen Tisch macht, das auch kommentieren muss und das im voraus macht.
Aber wie Du schon bemerkt hast, ob das nun mehr geldwerte Gründe oder einfach vernünftige hatte ist von außen nicht zu unterscheiden.

Hmm, nur weil etwas anderes noch schlimmer gewesen wäre, wir das was er getan hat nicht besser. Nur weil abstreiten die denkbar schlechteste Veariante gewesen wäre, ist die von Grass gewähte doch noch nicht gut, oder gar die Beste.

Mir kommt dieses Geständnis viel zu spät und zu einem Zeitpunkt, Biographie, der so PR wirksam gewählt ist, dass von einem Gewissensentscheid nicht zu sprechen ist, denn:

Grass lebt seit Jahrzehnten in der Medienlandschaft und wird gewusst haben welch ein Echo das geben wird = PR.

Wollte er also sein Gewissen entlasten, hätte er einen anderen Zeitpunkt gewählt. Und das er das nicht wusste kann keiner ernsthaft vertreten, nicht bei einem Grass.

[quote]Wie sollen wir diesen Menschen noch glauben?!?
[/quote]

Ebenso, wie "wir" der Boulevardpresse
oder dem Verfasser der Hilter-Tagebücher glaub(t)en.

Selbst wenn Grass sich tatsächlich bei der SS gemeldet haben sollte,
so ist er sich seiner Verantwortung & gerade durch seine Taten hervorgerufene moralische Wende bewusst.
Es ist viel zu einfach, Taten zu kritisieren, die man nie begangen hat –
Kritik aus Erfahrungssicht ist, denk ich mal, die berechtigtere Variante.

So long, Grass hat meinen Segen.
Ein ebenso mutiger & verantwortungsbewusster Schritt, seine Vergangenheit offen preiszugeben. Dies spräche rein logisch viel eher für seine momentane Einstellung, als wenn er dies vehement abgestritten hätte.

Du hast schon recht in deiner Äusserung, es stehe uns nicht zu über Verhalten in der NS-Zeit zu urteilen, sollte ich mir das angemaßt haben, wiederufe ich das hier. Ich meine auch nur kritisiert zu haben, welchen Zeitpunkt Grass gewählt hat. Ausserdem selbst ein Grass wird schon wissen wann er was sagt, bei solchen so lange verschwiegenen Sachen und dieser PR, da kann man von ausgehen, wir sein Buch weit besser verkaufen lassen als es das sonst getan hätte. Denn so kaufen es auch viele Leute, die sonst niemals einen Grass gelesen hätten.
Seis ihm gegönnt, ich mochte ihn noch nie, sei es deshalb. Ich mag Leute nicht, die sich als moralische Instanz sehen oder sehen lassen, was auch immer.

Hm, bist du sicher?
Denke nicht so sehr, dass sich Grass jemals wirklich um mangelnde PR Gedanken machte …
Ich erlebe oftmals, dass Persönlichkeiten selten so konstant & berechenbar sind, dass sie niemals sogar gegen ihre eigenen Prinzipien verstoßen würden.
(Sry ich hasse es dies mitzuerwähnen,
da dies als absolut zutreffendes Vergleichsmaterial
etwas zu bekannt & unspezifisch ist; aber die Möglichkeiten dessen & der Eskalation, die letzendlich, falls sie dem Bewusstsein wieder die Augen öffnet, natürlich erst einmal für Schocker über seine Vergangenheit sorgt, werden sogar schon in bekannten Schulbüchern wie "die Welle" erwähnt …)
Eigentlich etwas anmaßend v. uns, quasi"Schattensprünge" (im neg. Sinne) zu kritisieren, ohne selbst ein Teil dieser Generation gewesen zu sein. Bekannterweise hatten es Autoren jegl. Art,
zumindest solche, die ihre Werke nicht der Propagandazwecke wegen verfassten, es nicht allzu einfach, sozialpolitische Aspekte in
ihre Arbeit mit einfließen zu lassen, ohne dem Regime als Zielobjekt
aufzufallen. Und meiner Ansicht nach hat diese schwere Aufgabe (die einfach getan werden musste!) selten einer so perfekt gemeistert wie Grass.

Meine Güte, der Junge war 17, sicher sollte man in dem Alter sich schon etwas gesellschaftliche Unabhängigkeit erworben haben, aber gerade weil er keineswegs einer der schüchternen, verunsicherterten Typen von Teenager war, greift die damals vtl. höhere Motivation (im Vergl. zu Altersgenossen) in der Kombi mit seinem Charakter halt eher in die offensive Richtung um – (ironischerweise ist dies trotz vieler Voraussetzungen an sich gar keine Sondererscheinung. Soweit ich – seriösen, versteht sich 😉 – Milieuberichten nach vernommen habe, betrifft diese politisch am radikalsten/energischsten Phase GERADE vorwiegend 17-20 Jährige aus ärmeren, deswegen oftmals also auch mit ausländischen Gastarbeiterfamilien konfrontierten Verhältnissen.
Allgemein, d.h. bei den besserverdienenderen, mag eine multikulturelle Nation keine Probleme darstellen (wofür unser Verhältnis oftmals wegen des friedlichen Nebenherexistierens mit Emigranten für das ausgrenzende Verhalten noch nicht geschult ist), in den sozial schlechter gestellten Wohnsiedlungen, sprich:
bei den WIRKLICHEN "Assi´s" jedoch fühlen sich eingessessene Deutsche bei der Arbeitsplatzsuche, Miete etc. von Ausländischen Arbeitnehmern in ihrer Existenz bedroht (in selteneren Fällen sind´s sogar ganz andere Motive – kennt hier noch jemand diese "Kombat Sechzehn"-Schwachsinnsschnulze vom MDR? War wirklich enttäuscht, habe nicht soviel Kitsch erwartet. Selbst arte-Liebesfilme sind da nicht derart überzogen gedreht),
– war es damals anders? Selbst Hitler stammte aus einer aufgrund derselben Motive judenverachtenden Familie!
Natürlich ist solch ein asoziales Verhalten oder das Erschaffen einer unwürdigen, humanpervertierten Ideologie keineswegs berechtigt, angemessen oder durch auch nur irgendetwas zu entschuldigen!
Aber das Verständnis, das Nachvollzugsbewusstsein, und nicht zuletzt die Hilfebereitschaft ist die einzige Karte, die wir gegen den allgemeinen oder Unterwelt-Rassismus ausspielen können,
ohne dass sich das Blatt nochmals in die falsche Richtung wendet.

(D.h. die erneute Verherrlichung des Genozyds hat nicht nur in den notleidenden Sozialempfänger-Kreisen schon längst Zustimmung gefunden.
Ich bin selber 17 & wäre fast da reingerutscht.
Eine Freundin v. mir war selber mal drin & ist bis heute noch nicht ganz da rausgekommen. Trotz dessen, dass sie die Clique verliess & solche Veranstaltungen nie wieder besucht hat.
Die Gedanken umzuschulen ist eine noch viel schwierigere Aufgabe, aber sie nimmt diese Herausforderung wenigstens an.
Kenne auch noch ein paar Leute, die ihre eigene Verlogenheit &
Paradoxie wohl immer noch nicht erkannt haben.
Die Tugenden, für die sie angeblich stehen, sind soweit korrekt & sozial vorteilhaft – aber es ist schon erschreckend, wie selbst so diskutiv vermeintlich nicht zu hinterfragene Werte
ausgelegt werden können.

by the way, ich nehm´s ihm wirklich nicht übel,
dass er sich in dem Alter für die richtigen Werttugenden,
aber für die falsche Interpretation dessen entschieden hatte.
Ich denke immer noch nicht, dass er´s nötig hat, eine Aufmerksamkeitsaktion zu starten – selbst wenn, angesichts seiner Erfahrung & seiner Bücher werden es die Leser, die sich sonst nicht für seine Werke interessierten, sicher nicht bereuen … ;o

@Reeena
Also erstmal möchte ich dir danken, dass du die Diskussion hier führst, tuen viel zu wenig meiner Leser, mach weiter, auch wenn ich dir jetzt schon wieder widersprechen werde;)

Ich habe nirgendwo eine Wertung über den Grass mit 17 geschrieben, weder im Text findet sich diese noch in meinen Kommentaren. Ich habe wie du schon richtig festgestellt hast einfach nicht das recht darüber zu urteilen, da stimme ich dir zu. Aber es sei mir doch erlaubt in frage zu stellen wie er mit einem sagen wir mal pikantem Detail seiner Vergangenheit im erwachsenen Alter umgegangen ist.

Dabei will ich auch gar nicht meine moralischen Werte zur urteilsfindung herbeiziehen sondern seine.

Ich erinnere mich/ wurde erinnert von einem Bekannten an Grass gegen Lübke wo Grass Lübke richtig hart angegangen ist, aufgrund dessen angeblicher Nazivergangenheit, die sich als von der Stasi gefälscht herraus stellte. Also Vergangenheit verschweigen war für Herrn Grass viel schlimmer als die eigentliche Tat. Und er selbst?

Das ist die frage die ich mir stelle, nicht die ob er irgendeine Schuld als 17jähriger auf sich geladen hat, wie soll ich das beurteilen? Gar nicht.

Zu deinem zweiten Teil, es freut mich, dass du nicht dort hineingerutscht bist und wünsche dir weiterhin genug Kraft und Interlekt von Braunen fort zu bleiben.

Es ist leider Fakt, das diese verquerte Sichtweise in ärmeren wie auch in allen anderen Regionen nicht aufhört zu existieren. Ich denke nämlich nicht, dass es ein Problem der unteren Gesellschaftskreise ist. In den oberen zeigt sich dieses Gedankengut nur nicht so offen, ist deshalb vielleicht noch gefährlicher.

Und ja das muss man Grass zu gute halten er hat immer versucht seinen Intellekt gegen diese scheiß Ideologie zu verwenden, ob man ihn mag oder nicht, er hat immer viel für die Demokratie und somit gegen Nazidenken getan. Ich war nie ein Freund seiner Bücher, seinen Stil finde ich viel zu überlastet, zu intellektuell prollig;)

Aber ja wenn einige durch diese virale Kampagne sein Buch lesen werden sollte das nicht schaden!

Aber wenn er wirklich größe hat, wird er den Erlös seiner Biografie an einen Fond für Zwangsarbeiter oder Kriegsgeschädigte spenden.

Ich bin gespannt was er heute Abend bei Wickert erzählt

Ich betone nochmal, wie schon in den drei Kommentaren zuvor, ich habe Grass nicht wegen seiner Taten damals verurteilt!!! Das ist einfach nicht zu finden in meinem Text.

Meine Forderung nach der Aberkennung des Nobelpreises war halb ironischer und halb ernst gemeint. Er hätte diesen Preis im leben nicht bekommen, wäre das bekannt gewesen, davon bin ich überzeugt, aber soll mir wurst sein, er wird ihn wohl verdient haben.

ABER, er kann nicht auf anderen rumhacken (Lübke) und selbst Leichen im Keller haben, so muss er diese Zeit ja als schlecht empfunden haben, als moralisch verwerflich, sonst hätte er kein Geständnis machen brauchen. Ich bewerte Grass nur nach seinen eigenen Maasstäben, nicht nach meinen, denn ja wie oben schon drei mal erwähnt, ich denke auch, nicht dieses Recht zu haben!

Edit: Der Kommentar wurde im Gastbuch gepostet und darum gebeten ihn hier her zu verlegen.

Moin!
Ich habe mir das mal über Günther Grass durchgelesen. Sofern es von Dir verfasst wurde, muss mich mich leider kopfschüttelnd dagegen aussprechen, insbesondere Deinen letzten Satz betreffend. Allerdings teilen heute viele Menschen Deine Meinung zu diesem Thema. Ich bin alles andere als rechts angehaucht! Ich sage auch klar, dass es zu spät von einem Träger des Literaturnobelpreises kommt, dieses "Geständnis"! Nur muss ich diese Verurteilung von Dir über die Zurückgabe des begehrten Preises zurückweisen. Grass hat sicher dort gedient. Dies ist alles andere als löblich. Aber hast Du ausreichend Wissen Dir ein Urteil über diese Zeit zu bilden? Über die Zwänge die dort herrschten? Weißt Du was Erfahrungen in Menschen anrichten können? Bist Du ein Mensch, der Menschen nach gewissen Taten, Handlungen und Lebenswegen auf ewig verurteilt? Dass diese Menschen nie wieder das Recht haben den Mund aufzumachen – weil sie ja den Fuss in so eine Mördereinheit gesetzt haben?
Weißt Du was in dem jungen Mann damals vorgegangen ist? Weißt Du, ob er nicht seinem Überlebenstrieb gefolgt ist, um nicht dem Terrorregime zum Opfer zu fallen?
Ich sage nur Menschen lernen aus Fehlern und NIEMAND hat das Recht über eine Verurteilung zu entscheiden als der Herr!
Themawechsel:
Ich habe auch zwei Jahre in Marburg studiert… ist eine gemütliche, nette Studentenstadt.
"In Marburg befindet sich keine Uni, Marburg ist eine Uni!"… sage ich nur ­
Viele wollen dort gar nicht hin, aber wenn sie erstmal dort sind, wollen sie auch nicht mehr weg.

Gruß,
Ocke

War gestern ein bisschen knatschig, deshab hab ich so rigeros geschrieben, aber ich hatte eben schon das ein oder andere Mal geschrieben, wie ich das sehe, eben nicht aus meiner moralischen Keule herraus. Seine Qualität will und kann ich gar nicht angreifen, er ist sicher einer der größten deutschen Schriftsteller, nur persönlich mag ich seinen Stil eben ganz und gar nicht. Aber zugegeben ich habe auch nur zwei seiner Werke gelesen: „Die Blechtromme“l und „Im Krebsgang“. Was hast du denn in Marburg studiert?

Das ist wohl wahr. Ich weiß nicht nach welchen Kriterien ein Literaturnobelpreis vergeben wird, aber es mag sicher angehen, dass seine Vorgeschichte einen Einfluß gehabt hätte. Ob dadruch etwas an der Qualität seiner Werke und somit auch an der Vergabe des Preises geändert hätte, bleibt ebenso fraglich für mich.
Recht hast Du, denn wer seinen Zeigefinger hebt und Moral verkündet, der solle dies bitte unter Berücksichtigung seiner Vergangenheit tun.

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