Ich wurde heute von Senthu darauf aufmerksam gemacht, dass das zweisprachige Zitat von Descartes in Latei und Deutsch als sehr Prollsüchtig meinerseits aufgefasst werden kann, bzw. von ihm aufgefasst wurde.
Da aber meine Erklärung aus Verständnis gestoßen ist, möchte ich diese eben auch hier noch nachreichen.

Ich habe dabei drei gleichwertige Gründe in Latein und Deutsch zu zitieren.

I. Ich finde es prollig

II. Es ist wissenschaftlich richtig aus einem zweisprachigem Text auch beides zu zitieren.

III. Ich denke es wird einige geben, die sich für den Originaltext interessieren

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30. Oktober 2006

Kommentare

letzten endes ist das bloggen ja ohnehin ein ausdruck des puren prollens. von der selbsteingenommenheit und der geglaubten überzeugung, dass das, was man zu sagen hat oder zu sagen zu haben glaubt, auf irgend ein interesse stößt 😉

Du magst wirklich recht haben :/
dann werde ich mich aber unverzüglich übergeben müssen und danach einen Artikel darüber schreiben, als selbstterapeutische Masnahme:)

Im Ernst, es ist nicht nur der erste Eindruck, es kommt wie bei allem darauf an, welche Selbstintension du darin verwirklichst, willst du dich darstellen? freunde? anerkennung? oder hast du vielleicht wirklich Spaß am schreiben?
Es wird immer, wie bei wirklich allem was man tut ein Mix dessen sein.

es ist immer eine darbietung, eine darstellung. selbst das selbstlose sendungsbewusstsein entspringt der anmaßung (?), etwas vor jemand anderem erkannt zu haben.
die freude am schreiben fordert ab einem gewissen punkt immer die anerkennung eines anderen als bestätigung der eigenen tätigkeit. jeder selbst erkannte wesenszug bedarf der notwendigen anerkennung einer anderen person um aus der falle der selbstbeschreibung enthoben zu werden.

Ich will dir im Bezug auf das bloggen Recht geben. Dem Scheiben gegenüber aber widersprechen. Die Verschriftlichung derGedanken kann auch sich selbst genügen. Vielleicht nicht sich selbst als Sache, sicher aber sich selbst, der eigenen Person gegenüber. Ich kann auch Dinge schreiben, um sie festzuhalten, für mich, nicht für andere. Dieses Schreiben braucht keine Rechfertigung oder Anerkennung eines anderen. Sie genügt solange sich selbst, wie ich mir genüge.

Eine etwas seltenere Form, aber sicher keine unbekannte. Tagebücher sind so eine Art. Sie genügen sich selbst und haben nur Anspruch an die verfassende Person.

Widersprich mir wenn du auch dort einen Geltungsanspruch an andere siehst.

Also ich finde Blogs nicht als ausdrock des Prollens …

Es ist einfach eine moderne Antwort auf die Entwicklung der Netzwerkgesellschaft, die sich dadurch auszeichnet, dass das Wissen vernetzt wird. Jeder weiß irgend etwas, das ein anderer brauchen kann. Wissen entsteht dann durch die Vernetzung der einzelnen Personen!

Und nun zum Thema: Originaltexte finde ich immer gut!

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