Recklinghausen. Der Blogger Soeren Onez hat auf seinem onezblog eine Serie von Shirts gestartet und folgt damit vielen anderen nach. Es ist ein weitgreifender Trend in der bloggosphere in dieser Zeit. Angefangen haben die „Großen“ doch schon kurz danach zogen etliche blogger nach. Es gibt einige Anbieter z.B. Spreadshirt, die sich darauf spezialisiert haben, blogs die Möglichkeit zu geben ihre selbst entworfenen Shirts an das Volk zu bringen und dabei sogar selbst zu entscheiden wie teuer der jeweilige Artikel ist. Sie bieten jedem bloginhaber so zu sagen an, einen eigenen Shop zu eröffnen. Wir haben nachgefragt. Ein Interview über die Motivation, Herdentrieb und Individualität:

ER:Wie bist du dazu gekommen Shirts zu designen?

Soeren: Ich habe mich schon immer für Design interessiert, bin leider handwerklich, also zeichnerisch, nicht allzu begabt, also bin ich auf den PC, Photoshop ausgewichen um dort meine Kreativität laufen zu lassen. Ich bin von Wallpapern dann irgendwann zu Shirts gekommen.

ER:Warum machst du das, weil es alle machen?

Soeren: Ja und Nein, ich mache das schon lange, hatte die Motive sogar schon auf meiner alten Webpage, und die war so gar nicht bloglike. Ich bilde mir ein kein Herdentier nach Nietzsche zu sein

ER:Aber du postest sie ja jetzt doch hier, wenn ich das richtig sehe willst du sogar eine Serie daraus machen.

Soeren: Ja, ich habe es vor, nach und nach alle meine Motive, die ich für gut genug halte hier auf die Seite zu packen, ich hatte sie ja auch auf der alten Seite und habe doch das ein oder andere Lob dafür bekommen, also denke ich, warum meinem blogpublikum das vorenthalten.

ER:Das habe ich verstanden, aber warum dann eine Serie und nicht alle auf einmal, ist das nicht nur ein Seitenfüller, deine Kapitulation vor der Kreativität, dein Eingeständnis nicht genug Texte schreiben zu können oder versuchst du nur jetzt bloklike zu werden.

Soeren: Gute Frage, vielleicht von allem etwas und noch ein großes X dabei. Ich habe keine Lust jeden meiner Schritte reflektierend zu betrachten, man muss auch mal machen dürfen was einem gerade in den Sinn kommt, auch wenn das Ergebnis dann vielleicht nicht die Klasse der üblichen Text haben mag.

ER:Also gestehst du dir wenigstens ein, dass dich die letzten Monate in der bloggosphere dich verändert haben?

Soeren: Ja schon, ich schreibe nicht mehr nur über geisteswissenschaftliche Themen, obwohl ich denke, dass sich das mit dem Beginn meines Philosophiestudiums im Oktober auch wieder verschieben wird. Aber ich genieße momentan auch die Interaktion in der bloggosphere.

ER:Ok, letzte Frage, hast du vor auch einen Shop zu eröffnen um diese Shirts zu verkaufen?

Soeren: Nein eigentlich nicht, es ist eher ein Spaß, aber wenn genug Interesse bestehen sollte, wovon ich jetzt nicht ausgehe, werde ich darüber nachdenken.

ER:Ja dann bedanke ich mich für das Interview und wünsche noch viel Spaß und Erfolg mit dem onezblog

Soeren: Auch ich bedanke mich und freue mich schon auf das nächste Interview

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20. August 2006

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