Es hat sich sicherlich schon angekündigt und ich will es jetzt vollziehen. Ich schließe den Onezblog und beende damit das Geömmel der letzten Zeit. Ich werde Montag die Kommentare abschalten und den Onezblog ein wenig umgestallten. Die Inhalte bleiben Online, da ich nicht ausschließen will, dass die Lust zu bloggen mich irgendwann noch einmal packt. Ganz aufhören zu bloggen tue ich nicht, habe ich noch einige kleinere Blogs, die auch weiterhin befüllt werden, aber hier habe ich mich verrant und die Kurve nicht mehr bekommen. Ich schreibe hier jetzt keine Erklärung, keinen boshaften oder wehleidigen Abschiedsbrief. Es passte einfach nicht mehr und außerdem kann ich die Gründe und Ursachen nicht auseinanderhalten, so dass jegliche Erklärung eine weitere Peinlichkeit wäre.

Ich höre nicht auf zu schreiben, dass kann ich gar nicht. Ich schreibe auch weiterhin ins Internet und hoffe, dass mir vielleicht der ein oder andere interessierte Leser folgen wird. Vor allem die längeren Texte, abseits des Bloggens, werden euch auf Endlosrekursion erwarten. Das ist mein neues Projekt, das ich hoffentlich mit tollen anderen Autoren zusammen in Angriff nehmen kann. Gespräche laufen, bisher schreibe nur ich dort. Es wird nicht wie hier laufen, die Texte sollen etwas ausgearbeiteter, ausführlicher sein, auch wenn man natürlich jetzt keinen Qualitätssprung von mir erwarten darf. Ich werde nicht mehr so häufig schreiben, sondern nur noch wenn ich mit einem Text halbwegs zufrieden bin. Ganz zufrieden bin ich mit meinen Texten eh nie.

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Die Themen der Endlosrekursion werden ähnlich sein wie hier eigentlich mal angedacht. Philosophie, Gesellschaftliches, Medienbetrachtung, Film- und Buchkritik, Skurilles und Bedenkenswertes. Keine klare Fokussierung, denn die würde mir nicht entsprechen. Noch ist nicht viel zu finden, aber diejenigen, die mir folgen werden, wissen ja in etwa, was sie erwartet. Ich hoffe auch weiterhin interessante, kritische und weiterführende Dskussionen mit euch zu führen, denn das habe ich in der letzten Zeit auch nicht gatan, war ich doch irgendwie paralysiert und habe meinen Onezblog als Fremdkörper in meinem Leben betrachtt. Komisch, da er mirdoch so ans Herz gewachsen war.

Ich möchte zum Schluss allen hier teilehmenden Lesern danken, es waren wirklich schöne zwei Jahre mit euch und fast hätte ich mir das Ganze noch einmal überlegt, als mir Peter eine Mail geschrieben hat, um mich aufzubauen, diesen Blog nicht zu schließen. Auch der nette Artikel von Claudia hat mich schon die letzten Wochen stocken lassen und das Ende nicht vollziehen lassen. Aber es muss sein und ich bin mir sicher, dass ich nicht wehmütig zurückschauen werde. Es geht einen Schritt weiter, ob dieser besser wird oder ein weiterer Reinfall, wird sich zeigen.

Mich reizt auch, noch einmal ganz unten anzufangen, ein relativ unbekanntes Projekt aufzubauen. Auch wenn es nur ein Grund unter vielen, vielen war, dieses ewige Chartgeschiehle von mir auf dem Onezblog ging mir irgendwann selbst auf den Keks. Ich bin einige Male nur knapp an den deutschenblogcharts vorbeigeschliddert und kann mich keineswegs davon frei sprechen, dass dadurch sicherlich vil Spaß abhanden gekommen ist, weil ich mich doch ab und an erwischte, überlegt zu haben, wo ich denn doch noch die 5 fehlenden Bloglinks herbekomme. Als dann der Absatnd doch zu groß geworden war, machte sich Enttäuschung breit. Ich muss mir wohl eingestehen, dass mich das mehr beeinflusst hat, als mir lieb ist. Was solls. leben ist Veränderung und ohne die hier (zu) oft behandelten Mainstreamthemen brauchen wir von der Endlosrekursion nicht auf irgendwelche Charts zu schielen. Davon mal abgesehen, dass dies meinen Mitautoren wohl auch ziemlich Wurst sein wir. Natürlich werden wir auch das ein oder andere unternehmen um die Endlosrekursion bekannter zu machen und interessierte Leser für unsere Artikel zu bekommen. Wer von meinen Stammlesern dabei helfen möchte, der ändere vielleicht in der Blogroll einfach den Onezblog auf Endlosrekursion. Vielleicht möchtet ihr aber auch etwas abwarten, ich bin ja selbst gespannt, wohin sich dieses neue Projektentwickeln wird.

Montag beginnt mein Semester und ich habe mir vorgenommen mal etwas mehr zu studieren, lesen und verstehen. Auch deshalb ist mir der Onezblog ein Klotz am Bein geworden. Ich bekomme sehr wahrscheinlich sogar einen Job am Institut und dann fehlt mir noch mehr Zeit. Ich bin nach Marburg gekommen, um mich der Philosophie zu widmen und auch wenn das Internet kurzweilig um einiges interessanter erscheinen kann, so ist mir in diesen Ferien, mit einem Monat ohne Internet einfach klar geworden, wie wenig ich doch im letzten jahr weitergekommen bin. Trotz dem nie erwarteten Erfolg des Onezblog.

Jetzt habe ich doch de ein oder andere Erklärung abgeliefert, aber das amcht auch nicht, denke ich doch, dass der ein oder andere Leser sich schon fragt, was dieser plötzliche Schritt soll und auch verdient hat erklärt zu werden. Hier ist jetzt Schluss, aber kein Grund, um traurig zu werden. Ich sage noch einmal zum Abschied ganz leise, danke!
Ende.

Update: Irgendwann gehts immer weiter!

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13. Oktober 2007

Kommentare

Interessante Wandlung zu der ich nur gratulieren und das keineswegs gehässig. Ich werde zwar keinen Blog schließen, aber manchmal reiße ich auch einiges ab und tapeziere völlig neu. So oder so halt … viel Glück.

Find ich auch gut. Also, dass man sich jetzt vom Bloggen emanzipiert und „nur“ noch ins Internet reinschreibt, ohne sich den Zwang der Blogmechanismen auszuliefern.

Ich wünsche Dir viel Glück beim „Neuanfang“!

Howdy;

Einander unbekannt, moechte ich dennoch nicht ohne einen Kommentar abgegeben zu haben, Deinen Beitrag „verlassen“ .
Ich bin/ war ein passiver Leser Deines hiesigen Blogs, in Form Deines Feeds .

Vor einiger Zeit erghielt ich mit nicht geringer Verwunderung eine eMail eines Bloggers, da ich selbigen um Rat gebeten hatte, wie in aller Welt er denn dies und dass programmier technisch umgestzt bekommt, Du musst wissen ich bin alles andere als eine Programmiernase .
Nicht sein Feedback rief meine Verwunderung hervor, vielmehr seine an sich nett gemeinten Abschlussworte; die sinngemaess lauteten:
„Na dann viel Erfolg mit deinem Blog …“

Dies empfand ich zu jener Zeit als eigenartig, da ein Blog ein offenes Tagebuch fuer mich darstellte und mir technorati Begriffe unbekannt waren …
Doch das Rad der Zeit dreht seine Runden und somit auch von mir die Worte:
„Na dann viel Erfolg mit deinem Blog …“

Viel Spaß mit dem neuen Blog! 🙂 Und das meine ich genau so. Feed ist abonniert und ich freue mich, dass Du weiter experimentierst.

Habe die Umbaumaßnahmen und Versuche der Neuausrichtung mit Interesse verfolgt. Schade, daß es hier nun nicht weitergeht. An anderen Orten werde ich freilich verfolgen, was von Dir zu lesen ist. Ich bin gespannt…

oje, der onezblog hat seine „drohung“ aufzuhören wirklich wahr gemacht. jedoch entsteht an anderer stelle und quelle etwas neues was viele schon mit spannung erwarten.

so bleibt mir nur, danke zu sagen an den autor des blogs und gleichzeitig demselbigen viel glück zu wünschen. dein versuch war was besonderes, in den unendlichen weiten der miesmuschel-reizüberflugung eine seltene auster mit nichtnur einer perle.

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