Ich kann kein Deutsch

…und das als Deutscher!

Da ich ja gestern schon geschrieben habe, dass ich echt keine Ideen habe, was ich schreiben könnte, es heute auch nicht besser geworden ist, obwohl ich mit meiner Hausarbeit wenigstens ein merkliches Stück voran gekommen bin. Dies ist auch wieder ein Beitrag, der sich ums bloggen dreht, oder um Sprache, oder um Kommunikation. Man kann es sogar so weit zuende denken, dass dieser Artikel sich um das Denken und dessen Bedingungen drehen wird. Leider bin ich nicht gerade in meiner schöpferischen Hochphase und deshalb wird es einfach nur eine Antwort. Senthu hat mich angesaugt. Viele andere vor ihm auch schon. Dieser Post wird dennoch keine Rechtfertigung, warum, wird schon noch deutlich.

„Der nachlässige Umgang mit ihr ist somit nicht dem unglücklichen Schreibstil des Bloggers geschuldet, sondern dem Unvermögen, klar und deutlich zu denken, der Rohheit seines Geistes.

Fehlende Interpunktionen sind neben dem Fehlen von ganzen Wörtern die kleinsten Vergehen. Der Leser wird übergangen. Auf ihn wird keine Rücksicht genommen.“ zitiert von hier

Ich bin ein roher Geist und mit meiner Rechtschreibschwächen übergehe ich meine Leser, nehme keine gebotene Rücksicht, sagt Senthu. Ich will da gar nicht groß widersprechen, mag er Recht mit haben, oder auch nicht. Manchmal, zeitweilig sogar sicher wird er richtig liegen, oft wohl eher nicht. Hast du etwa eine analytische Antwort erwartet? Hättest du doch eh nicht verstanden, so grob wie sie ausgedrückt worden wäre. Verstanden?

Bloggen ist nicht Wissenschaft. Meine Artikel keine Hausarbeiten und meine Schreibe kein Designwettbewerb und meine Leser wollen mich sicher auch nicht mit dem stilistischen Mini hier rumgurken. Klar wäre das sexy, aber bei dem gestelze auf den zugehörigen Absätzen würde ich mir sicher das Genick brechen.


Ich bin Legasteniker und schreibe sogar dieses mich so bezeichnende Wort falsch. Würdest du einem Blinden grobes Denken vorwerfen, nur weil er dir nicht haarklein das Farbspiel der Brechung des Lichts in einem Regentropfen beschreiben kann? Sicher doch nicht.

Ich kann mich allerdings anstrengen, dann habe ich auch weniger Fehler, sollte ich auch. Das ist aber wie Pommes essen, es gibt halt so Trottel, die bekleckern sich jedes Mal. Natürlich können die Essen.

Habe ich mich wieder zu grob ausgedrückt? Wenn ja, dann bring ich es nochmal auf den Punkt:

Senthu hat Recht oder auch nicht.

Nachtrag: ich habe mich mal mit meiner Dyslexie-Expertin beraten und die hat mir bestätigt, dass Legasthenie nicht mit Denkbeeinträchtung zu tun hat. Wenn jemand so sprechen würde, wie ich schreibe, dann könnte man auf gestörtes Denken schließen. Schreiben ist nämlcih nicht direkter Ausdruck des Denkens sondern eine Technik es zu tun. Sprechen ist der direkte Ausdruck des Denkens.
Zudem ist Schreibschwäche sehr weit verbreitet und es ist nicht möglich eine richtige Grenze von „Normal“ zu „Legastheniker“ stzen. Heißt, was du schreibst ist auch dann Unfug, wenn du den Legastheniker ausnimmst, weil einfach nicht zu bestimmen ist, wann Legasthenie anfängt, wann es nur eine Schreibschwäche ist und wann jemand einfach grob denkt. Du müsstest den Blogger schon kennen lernen und mit ihm sprechen, dann könntest du auf sein Denken schließen.