Es reicht. Einmal scheiße, aber ganz nützlich, ist OK. Zweimal scheiße bauen und es gibt Alternativen? Abschießen. Genau das denke ich mir gerade über die Wikipedia. Jahrelang habe ich sie benutzt um langweilige und sinnlose Schulreferate zu halten. Auf der Uni war es einer der ersten Tips. Bloß nie aus der Wikipedia dein Material ziehen, nie zitieren und wenn du die Artikel doch liest, dann schau auf jeden Fall noch irgendwo anders nach und check das.

Aber ich wollte mich nicht über die Qualität aufregen, obwohl es auch darum geht. Aufhänger? Kurz erzählt, ich habe im Artikel Identität einen Link auf meinen Artikel „Schiff des Theseus“ gesetzt um dieses nur kurz angerissene Problem näher zu beschreiben. Gelöscht. Wieder eingetragen. Gelöscht. Begründung: Blog. Häh?

Seit wann sind Blogs denn bitte ein minderes Qualitätskriterium. Hallo? Der Artikel ist besser geschrieben als der ganze scheiß Identitätsartikel zusammen. Wie kommen die Pfosten darauf diesen Link nicht stehen zu lassen. Damit scheißen die doch aus Egopolierungsgründen sich selbst an.

Hab dann mal ein wenig recherchiert und tatsächlich. Einem Blog wird eine schlechtere Qualität unterstellt. So heißt es als Begründung, dass Blogs nicht verlinkt werden dürfen, dass sie eine sich ständig ändernde Webseite seien. Hallo, geht’s noch? Einmal bitte nachdenken, was ist denn die Wikipedia? Richtig eine sich ständig ändernde Webseite, mein Blog steht dagegen wie ein Fels in der Brandung.

Warum macht die Wikipedia sowas? Ist natürlich reine Spekulation, aber nur egopolierung kann es ja nicht sein. Angst vor Spam. Gut, versteh ich, aber wenn der Schwam so unglaublich intelligent wäre, dann würde er das schon ausmerzen.

Wahrscheinlicher erscheint mir, dass die Wikipedia einfach ein wenig zu groß geworden ist. Viele Wikipedianer meinen anscheinen, sie wüssten jetzt was Sache ist, überall. Sie stehen ja nunmal an Position eins bei Google, mit nahezu jedem Keyword. Das sacht aber noch gar nichts und da wird dann doch irgendwann mal jemand hinterkommen und in besseres Projekt starten. Schade eigentlich, denn ich dachte im Netz ginge es nicht um Machpositionen und wer den längsten hat. So sieht es aber aus. Wie sich doch vor einiger Zeit übers ODP aufgeregt wurde, jetzt ist das die Wikipedia geworden.

Das kann nicht klappen, weil ich sicher nicht der einzige bin, der sich aufregt. Sicher nicht der einzige bin, der ab jetzt vor jeden Wikipedialink, so ich überhaupt noch dahin linke, ein rel=nofollow setzen werde. Wenn aber irgendwann die Position eins futsch ist, dann ist auch die Wikipedia futsch.

Ich habe vor Jahren mal gelesen, die Wikipedia setze fort was Diderot begonnen hat. Ich denke nicht, das Diderot eine nützliche Quelle unerwähnt oder gar ausser acht gelassen hätte.

Ich habe jetzt polemisiert, angegriffen, sicher an einigen Stellen auch zu Unrecht, aber der Grundgedanke meiner Kritik ist sicher rübergekommen. Ich wollte sicherlich keinen Wikipedianer beleidigen, allerdings auch muss jeder sehen, womit er sich identifiziert.

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7. Februar 2007

Kommentare

Der richtige Grund ist wohl, dass man Spam vermeiden will, weil jeder von sich behauptet, tollen Content zu haben und richtig zu liegen. Damit würden viele Leute SEO machen. Also fällt sowas flach. Link nicht zu Deinem Artikel sondern stelle den Text in die Wikipedia. Da gehört er dann auch hin und wird gepflegt. Nichts ist so vergänglich wie ein Link.

Ja ist schon klar. Aber das es so nicht funktioniert ist klar. Schonw eil alle ein wenig egoistisch sind. Ich ganz klar auch. Warum sollte ich den Artikel bei Wikipedia posten, dann wird meiner wertlos, weil Google doppelten Inhalt nicht mag. Wenn der Artikel aber auf der Wikipedia ist, ist er gut genug, sonst nicht?

Und wenn die Schwarmintelligenz so groß ist, dann werden ja auch schnell schlechte Links entfernt, die eben nur da sind um SEO zu betreiben. Ausserdem ist auch nichts gegen Regeln einzusetzen, die Links nach draußen nur ausnahmsweise gestatten. Wenn dies aber strikt abgelehnt wird, geht Qualität verloren.

Beim Beispiel Schiff des Theseus ist es doch einfach so, den text könnte man, weil viel zu umfangreich nicht in den Identitätsartikel integrieren, also weiterführender Link für die, die es interessiert.

Klar ein eigener Wikiartikel "Schiff des Theseus" wäre am besten, aber ich gebe doch nicht meinen Contend ab für lau und bekomm noch einen Tritt in den Hintern, wenn ich sage wo der Artikel herkommt, bzw. meine Quelle offenlege.

>aber ich gebe doch nicht meinen Contend ab für lau
Aber Du liest anderen Content in der Wikipedia für lau… die Einstellung ist nicht fair. Das Ding ist ein Geben und Nehmen!

Wenn es rein so wäre, sicherlich. Aber mein Contend ist hier auch für lau. Ausserdem gebe ich ja zu egoistische Interessen zu haben, die Wikipedia soll aber gut für alle sein.

Es geht also nur um Qualität und wenn die hier wäre ( es gibt sicher noch bessere Artikel zum Schiff des Theseus) dann muss die Wikipedia eben hier hin linken, wenn sie ihrem Anspruch gerecht werden will. Das auf mich abzuwälzen, ich muss bei der Wikipedia mitmachen, das Argument zieht nicht.

//Zudem bitte ich zu beachten, dass ich alles weniger stark verstanden wissen möchte, als ich es in meiner ersten Wut oben aufgeschrieben habe. Die Wikipedia hat einiges Gutes, aber eben längst nicht mehr alles.

um qualität gehts bei wikipedia nicht, denn sonst würde sich jemand auch die mühe machen und den link mal verfolgen, bevor er ihn aus absurden gründen wie link spam raus schmeisst. irgendwann wird es einem dann zu dumm, an der wikipedia mitzuwirken!

Blogs und Wiki’s sind die Zukunft. Wenn niemandem mehr das Wissen gehört, und niemand mehr absoluten Anspruch auf die Richtigkeit seiner Aussagen erheben kann, dann wird den Leuten ein Licht aufgehen.

Hallo,

> So heißt es als Begründung, dass Blogs nicht verlinkt werden dürfen, dass sie eine sich
> ständig ändernde Webseite seien. Hallo, geht’s noch? Einmal bitte nachdenken, was ist
> denn die Wikipedia? Richtig eine sich ständig ändernde Webseite, mein Blog steht
> dagegen wie ein Fels in der Brandung.

Eine entsprechende Regel wurde durch ein Meinungsbild vor einiger Zeit festgelegt und ist auf de Seite Wikipedia:Weblinks unter Punkt 3 erläutert. Die Passage lautet korrekt: "Bei solchen Webseiten, dazu gehören z. B. Webportale oder Weblogs, ist oft nicht zu kontrollieren, inwieweit sich die Inhaltsangebote verändern." Selbstverständlich ist auch Wikipedia eine sich stetig ändernde Website, allerdings sind jegliche Versionen eines Artikels über die Versionsgeschichte einer Seite nachvollziehbar; zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen "permanent link" (stabilen Link) zu benutzen, der zu der verwendeten Version führt. Bei den meisten Webblogs ist ein solches Feature leider nicht verfügbar, sodass ein Blog grundsätzlich leider als Medium eher ungeeignet ist. Sollten Fragen zu der Weblinkpraxis bei Wikipedia auftreten, bietet sich die Seite Wikipedia:Fragen zur Wikipedia an; ich stehe unter meiner E-Mail-Adresse ebenfalls dafür zur Verfügung.

Viele Grüße,

P. Zill

Ja genau diesen part habe ich gemeint und verstehe ihn auch nach deiner Erklärung noch nicht. Jede Internetseite ist genauso einfach änderbar wie ein Blog. Warum sollten sich Blogs öfter ändern? Ich versteh das Argument einfach nicht. Wenn ich einen guten Artikel geschrieben, habe, dann werde ich mich doch hüten den zu entfernen, genauso wie auf jeder anderen Seite auch. Alle Artikel haben eindeutige Adressen, wo also liegt das Problem?
Kontrollierbar sind externe Links generell nicht, also auch kein Argument gegen Blogs, eins gegen Links vielleicht. Mir leutet einfach nicht ein, warum ein Blog einen anderen Status haben sollte als jedes andere Webangebot.

Blog oder nicht Blog, ist das wirklich die Frage?…

Die öffentliche Verwaltung in Deutschland sieht sich häufig der Kritik ausgesetzt, sie würde stur die bestehende Rechtsordnung durchsetzen und keine Denkweise an den Tag legen, die “dem gesunden Menschenverstand” entspricht…..

Geben und Nehmen bei der Wikipedia?

* Die Links gehören dort „zum Feinsten“, doch gleichzeitig werden diese Links per Nofollow-Links von Google abgeklemmt. (Günter Schuler: Wikipedia inside, S. 71-74).
http://wikipedia-inside.unrast.org/

* Bei Wikipedia steigt die Zahl der Administratoren und singt die Zahl der Autoren mit Fachkenntnissen: Das genommenen wird so bürokratische wie nie verwaltet, aber die Autoren werden nicht mehr gepflegt. An Themen wie „Identität“ sieht man, wie nötig die Wikipedia sachkundige Autoren benötigen würde.

Da läuft einiges schief:
„Obwohl nach außen hin die Entscheidungen – für oder gegen einen neuen Beitrag – sehr basisdemokratisch erscheinen, da auch mit einfachen Rechten ausgestattete User mitdiskutieren dürfen, ‚agiert hinter den Kulissen allerdings eine knallharte informelle Hierarchie. Von Transparenz kann keine Rede sein'“ – leider ist das so!
http://derstandard.at/?url=/?id=3067213

endlich sagt jeamnd mal die meinung. fuck google und wiokipedia, wie sie nichnt alle heißen. scheiß drauf, ich klick sie nie wieder an.

hum, wikipedia ist vorallem auch durchsetzt mit polemisierten Texten, politisch korrekt, aber oft nicht wissenschaftlich korrekt… ziemlich grantig, gerade wenn man sich nicht auskennt und wirklich ne Meinung bilden möchte

WIKIPEDIA-Abkürzungsverzeichnis. Ich suche nach Erklärung für Fachbegriff „Happy Fraggin“
[HF = „Have fun“ „Viel Spaß!“ (Achtung: Kann in Ego-Shooter-Kreisen auch als „Happy Fraggin’“ verstanden werden)]
WIKIPEDIA ist nicht in der Lage, mir „Fraggin“ zu erklären. Die Umhersurferei ist entnervend und bestätigt mich in meiner Skepsis, eine Enzyklopädie, die n i c h t von Experten erstellt und k o n t r o l l i e r t wird, kann nichts taugen. Dabei verwendet Wikipedia in seinem Abkürzungsverzeichnis den Begriff ohnehin und frägt MICH dann: Meintest du „Happe Frauen“?
So eine blöde Antwort habe ich noch nie bekommen!
Als ich zornig in Google eingab FUCK WIKIPEDIA gab’s einen Haufen Antworten; Ihre suchte ich mir aus…

Gruß aus Wien
fritz bachtrögler

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