Welcher Mann hat sich noch nie gefragt, warum Frauen so einen Enthusiasmus beim Einkaufen an den Tag legen? Ein Mysterium? Nein das würde ich nicht behaupten. Ich will auch keine Klischees oder Geschlechtereinteilungen vornehmen, sondern nur meine Beobachtungen mitteilen. Denn festhalten, dass nicht jede Frau beim Einkaufen mit Endorphin vollgepumpt wird, kann man ohne mit der Wimper zu zucken. Ich kenne mindestens eine Frau, die Einkaufen vollkommen kalt lässt. Oder eben doch nicht.

Denn so wenig die meisten Männer, ich gehöre dazu, verstehen können, was am Schuhkauf oder ähnlichem so spannend sein kann, so sehr übersehen sie doch beim Stammtischgespräch, dass sie selbst sicher auch ähnliche Verhaltensmuster an den Tag lege.

Wenn ich Schuhe kaufen gehe, dann rausche ich zielstrebig in das Geschäft meines Vertrauen, hoffe nicht von den Verkäufern angequatscht zu werden, probiere die Schuhe und kaufe dann oder eben nicht. Bei meiner Freundin kann so etwas schon mal Wochen oder Monate dauern, mit enormen Zeitaufwand.

Aber lasst mich mal in einen Buchladen. Ich kann nicht nur Stunden darin verbringen, ich kann auch etliche Bücher interessiert in die Hand nehmen und darin Blättern, die mich eigentlich nicht die Bohne interessieren und die ich sicher nicht kaufen kann. Würde man nach einem Buchkauf meinen Hormonhaushalt überprüfen, so wäre er vermutlich genauso glückshormonisiert wie meine Freundin, wenn sie das fünfzehnte Paar Schuhe gekauft hat, die sie eigentlich nicht braucht.

ich gehe davon aus, dass jeder Mann eine Sparte findet, die ihn genauso in Verzückung versetzt, wie meine arme Freundin, die jetzt gerade als Schuhbeispiel missbraucht wird. Seien es irgendwelche Elektroartikel, seien es DVDs, CDs oder weiß der Geier was. Oder habt ihr euch schon mal beim Autokauf selbst beobachtet?

Dieser Text soll wie eingangs geschrieben Frauen nicht auf den Schuh- und Männer auf den Elektrokauf reduzieren, beide Geschlechter gar in eine Rollenverteilung festlegen, sondern nur zeigen, dass die meisten Denkmuster sowohl bei Frauen, wie bei Männern vorhanden sind, sich nur unterschiedlich äußern. So kenne ich auch Männer, die es ungemein befriedigt Klamotten in unpraktischer Anzahl zu kaufen, wie ich Frauen kenne… ach lassen wir das, ihr wisst was ich meine.

Ich geh jetzt mal kochen…

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1. Juli 2007

Kommentare

Das ist jetzt aber irgendwie blöd für mich; ich stehe auf Schuhe kaufen UND kann Stunden in Buchhandlungen verbringen. Wobei mir das Eine online auch möglich ist, das Andere aber nur Live mit dem richtigen „Reintretundvordemspiegelrumlatschgefühl“ in Einklang zu bringen ist… 😉

Ich hasse den Schuhkauf… es gibt wohl nichts Schlimmeres! Nicht einmal neue Kleider kaufen ist so schlimm. Trotzdem fühle ich mich als Frau! 😉
In Buchläden wird es mir dafür aber auch immer ganz anders. Ich muss mich immer dazu ermahnen, dass ich zu Hause noch Berge von unglsenen Büchern habe… trotzdem habe ich noch hunerte Bücher im Kopf, die ich bei Gelegenheit kaufen werde.

Ich reduziere auch oft auch Geschlechter, aber beim Schuhkauf hört für mich der Spaß auf – das ist nicht typisch weiblich, das ist…

Gruß
Kiya

>Oder habt ihr euch schon mal beim Autokauf selbst beobachtet?

Ich mag keine Autos, außer recht alte, so zum anschauen. Besitzen möchte ich sie jedoch nicht.

Computer, Bücher, antike Gegenstände … da kann man mich in Verzückung versetzen. Aber anders herum bin ich auch mit wenigem zufrieden, wenn gleich ich auch diese wenigen Dinge umso höher einschätze. Ich irre auch lange beim Kauf umher, aber eher ob der kargen Informationen – weil ich möcht letztendlich schon etwas gutes erwerben.

Für mich ganz schlimm: Musikalienhandlungen. Stunden- und tagelang könnte ich darin verbringen. Mein Glück: Meistens kann ich mir die materialistischen Träume einfach nicht leisten.
(Um den Begriff „Musikladen“ zu vermeiden, bei dem die meisten Leute wohl an CDs, nicht aber an Instrumente denken.)

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