Bücher als Accessoire

Bei uns liegt auf dem Klo eigentlich immer irgendeine Mode- bzw. Klatschzeitung wie die InTouch oder die You oder wie sie alle heißen. Neben meiner 11 Freunde. Ich schau mir diese Zeitschriften gerne an. Käme zwar nicht auf die Idee  auch nur daran zu denken, am Kiosk eine solche Zeitung zu erstehen, aber ich lese sie immer, wenn eine da ist. Genau wie ich auch immer in die Brigitte und Schöner Wohnen bei meiner Mutter reinschaue.Ich kann verstehen, warum man so etwas liest. Oder durchschaut. Steht ja nicht viel drin. Es muss nicht nur die zeit und der Spiegel rumliegen. Das wäre irgendwie zu stumpf, so intellektuell das auch sein mag. Zu intellektuell. Zu gewollt.Zu gewollt sind auch die Wohnzimmer in all diesen erwähnten Zeitschriften. Habt ihr mal auf die Bücherwände geachtet, die nirgends fehlen? Die sehen in ihrer Harmonie so tot aus, dass es schmerzt. Farblich und von der Größe passend sortierte Bücher ohne Charakter. Bücher als Accesoires. Findet ihr in jeder Mode-, Frauen-, Wohnenzeitschrift.Der Höhepunkt aber ist doch folgende Zeile mit nachfolgendem Bild, die ich heute bei meiner Lektüre gefunden habe. Darf man eigentlich seine Bücher nach Farben sortieren? Fragt die Maxi, um darauf zu antworten: Wer genug Zeit hat, seine Bücher farblich zu ordnen, braucht mehr Hobbys – egal was in der Wohnzeitschrift steht. Hui Aufklärung! Dachte ich mir. Endlich wieder lebende Bücherwände. Und dann fand ich folgende Seite. ihr erkennt schon, was ich meine, auch wenn meine Handykamera nicht so gut ist.Es ist gar nicht Mal nur die Größe und Farbe. Es ist vor allem die Tatsache, dass du auf dem Bild zwar fast jede Unebenheit auf dem Nagallack der Frau erkennen kannst, aber nicht einen einzigen Buchtitel. Keien Unebenheiten auf den Buchrücken zu erkennen, selbst bei starkem Zoom nicht. Diese Bücher sind töter als all die Autoren, die meine Bücherwand verzieren dürfen. Denn Bücher sind schön, aber nicht, wenn sie es sein sollen.