Dass die Adventszeit gerade nicht die gern zitierte besinnlichste Zeit des Jahres ist, werden die meisten Leser sicher bestätigen können. Weihnachtsgeschenke kaufen, Weihnachtsfeiern absolvieren in Vereinen, Vereinigungen und mit den Familienmitgliedern, die am heiligen Abend nicht gemeinsam mit uns die Tanne anstarren. Hektisches Gedrängel, egal ob im Supermarkt, dem riesigen Kaufhaus oder beim Bäcker nebenan. Bisinnlich ist nur der Glühwein, den man sich nach dem Weihnachtsstress gönnt um wenigstens irgendwie eine heitere Stimmung bewahren zu können.

Kurz und bündig: Wir haben keine Zeit um die Endlosrekursion so zu füllen, wie ihr es gewohnt seid. Wir haben den Kopf nicht frei vor lauter Besinnung, um euch mit tiefen Texten aus dem vorweihnahtlichen Loch zu holen. Wir haben keine Zeit nachzudenken. Wir schreiben Klausuren oder müssen Aristoteles lesen, wir bekommen langsam Panik, weil wir dieses Semester noch nichts gemacht haben, wir planen Urlaube oder auch nur den Rest der schönsten zeit des Jahres. Wir packen Geschenke ein, statt Gedanken in Worte zu kleiden. Wir … ach ihr wisst, was ich meine, oder?

Nachtrag: Das soll allerdings nicht bedeuten, dass nichts mehr kommt, bis diese unsäglich besinnliche Zeit vorüber ist. Weihnachten hin, Glühwein her, schreiben bleibt dennoch nicht aus, nur ist die Zeit dafür recht begrenzt.